Gardinen Revolution: Klassisch und dennoch zeitgemäß

Schon in der Antike wurden die ersten Vorhänge benutzt, um Fensteröffnungen zu verdecken. Meistens waren diese aus leichten und durchsichtigen Stoffen wie Seide oder Baumwolle gefertigt, die viel Licht ins Zimmer ließen, aber auch gleichzeitig für Privatsphäre sorgten. Im Laufe des Mittelalters wurde jedoch vermehrt Bleiglas- oder Butzenscheiben verwendet und somit ging das Interesse an Gardinen zurück. Es ist spannend zu sehen, wie sich im Verlauf der Geschichte die Dekoration von Fenstern gewandelt hat – hier sind einige Beispiele dafür.


Der Wandel von klassisch bis modern

Über die Jahre hinweg hat sich der Geschmack bezüglich Fensterdekoration gewandelt. Trends kamen und gingen, während auch persönliche Vorlieben eine Rolle spielten. Einst waren es vor allem wohlhabende Haushalte, die aufwendige und teure Stores bevorzugten – einfachere Haushalte griffen hingegen zu schlichteren Alternativen. Doch mit der fortschreitenden Industrialisierung änderte sich dies. Die Herstellung von Fenstergardinen wurde effizienter gestaltet und somit konnte sie in größerem Ausmaß produziert werden. Das Resultat? Eine breitere Bevölkerungsschicht hatte Zugang zu erschwinglichen Varianten.


Barock, Renaissance und Co.

Zur Zeit des Barocks zierten prunkvolle und elegante Stores und Vorhänge aus Damast oder Jacquard die Fenster. Die Renaissance hingegen bevorzugte kostbare Stoffe wie Samt, Brokat oder Seide mit reichen Farben und Mustern. In der Romantik schmückten leichte, fließende Materialien wie Musselin die Fensterdekorationen. Im Jugendstil setzte man auf Leinen-, Baumwoll- sowie Kunstseidenstoffe.


Vorhänge: Eine zeitlose Dekoration für jeden Wohnstil

Vorhänge waren im 19. Jahrhundert ein bedeutender Teil der Inneneinrichtung und spielten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Wohnräumen. Die Moden und Stile veränderten sich in dieser Zeit erheblich, beeinflusst durch kulturelle sowie technologische Entwicklungen. In den 90er-Jahren gab es viele verschiedene Trends – schlichte oder bunte, gemusterte oder unifarbene unterschiedlicher Längen, die sich Möbeln und Accessoires anglichen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts änderte sich die Mode drastisch: Art Deco-, Retro- und Vintage-Trends sind heute noch sehr gefragt. Rustikale mittelalterliche und beschwingte Biedermeier-Gardinen finden auch heutzutage ihren Platz in modern eingerichteten Räumlichkeiten – erlaubt ist, was gefällt.

Auch im aktuellen Jahrtausend gibt es zahlreiche Trends innerhalb dieser Branche; angefangen bei ökologischen Materialien bis hin zu Hightech-Vorhängen mit automatischer Anpassung an Lichtveränderungen sowie Temperaturunterschiede. Schlichte weiße oder cremefarbene Vorhänge liegen momentan voll im Trend für einen minimalistischen Look passend zur Einrichtungszeitlosigkeit vieler Häuser unserer Tage. Obwohl Jalousien heutzutage oft als Alternative zu Gardinen genutzt werden, da sie moderner, leichter in der Pflege sowie langlebiger und energieeffizienter sind, bleiben Stores zeitlos im Trend.


Obwohl oft als Synonyme verwendet, unterscheiden sich Vorhänge und Fenstergardinen in erster Linie durch ihre Lichtdurchlässigkeit und den Sichtschutz. Während Stores meist aus dünnen oder halbtransparenten Stoffen gefertigt sind, die viel Tageslicht ins Zimmer lassen, aber nur schemenhafte Umrisse von innen zeigen, bestehen Vorhänge dagegen aus blickdichten oder verdunkelnden Materialien zur Abhaltung des Lichteinfalls sowie unerwünschter Blicke von außen. Überdies werden sie typischerweise vollständig geschlossen gehalten, wohingegen Vorhänge seitlich am Fenster platziert werden.



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